CDU-Politiker wollen faires Miteinander „auf der Straße“

17.03.2021, 10:57 Uhr

Heinberg: Wir brauchen verkehrliche Schutzräume für Fußgänger und Radfahrer

 Auf rund 500 Metern Feldmarkstraße im Stadtbezirk GE-Mitte wird deutlich: Gelsenkirchen ist noch weit entfernt von einem fairen und sicheren Nebeneinander der Beteiligten im Straßenverkehr. Exemplarisch wurde dies jetzt bei einem Ortstermin mit Anwohnern der Feldmarkstraße und CDU-Mitgliedern des Verkehrs-und Mobilitätsausschusses der Stadt und der Bezirksvertretung GE-Mitte, zu dem der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Wolfgang Heinberg, eingeladen hatte.

Faktencheck: Auf dem Streckenabschnitt der Feldmarkstraße zwischen Am Stadtgarten und der Hans-Böckler-Allee gibt es in beiden Fahrtrichtungen (stadteinwärts, stadtauswärts) keinen Fahrradweg – mit der Folge, dass Radfahrer vor dem hohen Verkehrsaufkommen von PKWs, Bus- und LKW-Fahrzeugen und der örtlichen Straßenbahnlinie auf die Bürgersteige „flüchten“. Und hier kommt es dann immer wieder zu brenzligen Situationen, weil Fußgänger, Radverkehre und immer mehr E-Scooter auf dem Bürgersteig um den zum Teil viel zu geringen Platz für alle Nutzer „kämpfen“, wie die Anwohner beim CDU-Ortstermin anmerkten. Wolfgang Heinberg: „Das Thema ist eigentlich nicht neu und das Dilemma völlig augenfällig: Bei Bürgersteigbreiten von zum Teil nur rund 1,80 Metern an diversen Stellen und in beiden Fahrtrichtungen entsteht immer wieder eine gefährliche Gemengelage, die bearbeitet und verbessert werden muss.“
 
Für Peter Röttgen, Sprecher der CDU in der BV-Mitte, ist die Ausgangslage klar: „Seit Jahren weisen engagierte Anwohner auf das Platzdilemma hin und die Lage ist heute sicher anders zu beurteilen als vor vier oder fünf Jahren, als die Verwaltung noch keinen Handlungsbedarf konstatierte.“
 
Aus der Sicht von Wolfgang Heinberg ist der Streckenabschnitt ein Paradebeispiel dafür, wie die gestiegenen Mobilitätsanforderungen und die deutlich veränderten Mobilitätsrealitäten endlich neu und verträglich justiert werden müssen. Wolfgang Heinberg: „Ich verstehe jeden Radfahrer, der zu bestimmten Uhrzeiten den Bürgersteig auch als „Schutzbereich“ für sich nutzen möchte – aber dann ungewollt zu Lasten der Fußgänger handelt. Wir werden jetzt in der BV und im zuständigen Ausschuss das Thema aufmachen, Hintergründe und Möglichkeiten recherchieren, und planen für die Haushaltsberatungen 2022 dann einen konkreten Antrag, der die aktuelle Situation entschärft und zukünftig die Lage deutlich für alle Beteiligten verbessert!“