Kinder dürfen nicht zu Langzeitverlierern der Pandemie werden

20.04.2021, 11:12 Uhr

Wolfgang Heinberg zum stellv. Vorsitzenden des LWL-Landesjugendhilfeausschusses gewählt

Schon bei seiner Vorstellung als Kandidat für das Amt des stellv. Vorsitzenden des LWL-Landesjugendhilfeausschusses am 19.04.21 machte der CDU-Stadtverordnete und Mitglied der LWL-Landschaftsversammlung, Wolfgang Heinberg (60), deutlich, dass er seine Kandidatur mit wichtigen politischen Themen verknüpft und nicht nur die Rolle als stellvertretender Sitzungsleiter des Landesjugendhilfeausschusses anstrebt. Wolfgang Heinberg: „Der Landesjugendhilfeausschuss hat am vergangenen Montag formell seine Arbeit aufgenommen – in einer sehr schwierigen und herausfordernden Zeit, gerade auch für Kinder und Jugendliche. Ich mache mir große Sorgen, dass die Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche nicht nur Einfluss hat auf Bildungschancen und individuelle Bildungskarrieren, sondern auch Einfluss nimmt auf so wichtige Entwicklungsfaktoren wie Sozialkontakte, die Entwicklung von Identität und Persönlichkeit und das Ausprobieren von Fähigkeiten und Fertigkeiten.“ Für den einstimmig zum stellv. Vorsitzenden gewählten Wolfgang Heinberg steht fest: „ Wir müssen alles dafür tun, dass Kinder und Jugendliche nicht zu Langzeitverlierern der Pandemie werden.“

Für Wolfgang Heinberg, der neben seiner Funktion als stellv. Vorsitzender auch Sprecher der CDU-Fraktion im Landesjugendhilfeausschuss ist, stehen drei Themen für seine politische Arbeit beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Focus und sind miteinander verknüpft: „Erstens und nicht nur in der Pandemie, ist aus Sicht der Kinder- und Jugendpolitik das Thema Kinderschutz zu benennen. Es gibt Kinder und Jugendliche, für die ist z.B. die Frage, ob es Schulunterricht in Präsenz gibt, oder nicht, nicht nur ein Thema über den Zugang zu Bildungsangeboten und eine Frage von Bildungschancen. Wenn die Pandemie gewohnte und bewährte Tagesstrukturen drastisch verändert, wenn soziale Kontakte und soziale Kontrolle verunmöglicht werden und wenn Kinder und Jugendliche fortwährend Stress, Angst und Aggressionen in ihrem familialen Umfeld erleben und ertragen müssen, dann muss Schluss sein mit wie auch immer gearteter „Täter-Komfortzone“, dann muss Politik handeln und gemeinsam mit Jugendverwaltung zum Handeln in der Lage sein! Zweitens brauchen wir zielgruppengerechte und zielgruppengewollte, neue Partizipationsformate. Wir müssen Kindern und Jugendlichen mehr Chancen bieten und Wege bereitstellen um mit der "Erwachsenen-Gesellschaft" und der Politik zu kommunizieren und Zielgruppensichtweisen zu artikulieren. Nur eine Gesellschaft, die sich mit ihren Kindern und Jugendlichen identifiziert und sie und ihre Anliegen, Fragen, Sorgen und Hoffnungen ernst nimmt, ist eine zukunftsfähige Gesellschaft! Und drittens brauchen wir eine Offensive zur Stärkung von sozialpädagogischen Berufen, auch versehen mit einer verbesserten monetären Anerkennung für geleistete Arbeit. Wir brauchen eine Aufwertung der Wahrnehmung von Menschen in Berufsgruppen, die sich um unsere „Zukunftsmenschen“ in Kindergärten, Kinderheimen, in der offenen und verbandlichen, außerschulischen Jugendarbeit kümmern oder als Streetworker und als Krisen-Intervenierer Zukunftsarbeit leisten.“